Austrocknung von Bächen - Reduktion bzw. Einstellung der Wasserentnahmen

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Infolge der anhaltenden Hitze- und Trockenwetterperiode trocknen immer mehr insbesondere kleinere Bäche aus. Dabei zeigt sich, dass auch Wasserentnahmen durch Privatpersonen daran beteiligt sind.

In diesem Zusammenhang wird darauf verwiesen, dass Wasserentnahmen mit besonderen Vorrichtungen, wie z.B. einer Wasserpumpe und der Einbau von Vorrichtungen, die z.B. einen Aufstau bewirken, wasserrechtlich bewilligungspflichtig  und daher ohne Bewilligungsbe-scheid der Bezirkshauptmannschaft oder des Landes Kärnten verboten sind.
Im Falle einer Bewilligung wird immer eine Restwassermenge vorgeschrieben, die jedenfalls im Bachbett verbleiben muss, um den Lebensraum im Gewässer zu erhalten.

Die Wasserentnahme ohne besondere Vorrichtungen, wie das Schöpfen z.B. mit einem Kübel, ist wasserrechtlich nicht bewilligungspflichtig und zählt zum Gemeingebrauch. Jedoch darf auch dadurch kein öffentliches Interesse verletzt oder jemandem ein Schaden zugefügt werden.

Im Falle von sehr geringer Wasserführung und hohen Temperaturen stehen die im Gewässer lebenden Fische durch die starke Verminderung der Sauerstoffkonzentration unter extremem Stress. In vielen Fällen führt dies zum Tod der Fische.
Daher darf im Falle der Gefahr der Austrocknung eines Gewässers zur Wahrung der öffentlichen  Interessen und zum Schutz der Fische auch nicht mit einem Kübel oder einem anderen Schöpfgerät Wasser aus einem Bach entnommen werden.

Amt der Kärntner Landesregierung
Abteilung 15 – Umwelt
Wasserrechtsbehörde