Chippflicht für Hunde: Ab sofort drohen empfindliche Strafen

symbolfoto: chippflicht für hunde
Aufgrund des Bundestierschutzgesetzes besteht für Hundebesitzer/innen die Verpflichtung, ihrem Tier einen Mikrochip implantieren zu lassen, durch den das Tier eindeutig zugeordnet werden kann. Seit Jahresbeginn 2010 ist die Übergangsregelung ausgelaufen, ab sofort drohen den Besitzern empfindliche Strafen, wenn ein Hund ohne Chip erwischt wird.

Künftig auch Registrierung über Internet möglich
Derzeit können Hundehalter/innen ihre Tiere auf zwei Wegen melden: Sie lassenen gechipten Hund bei der Bezirkshauptmannschaft registrieren. Oder sie beauftragen gleich den Tierarzt beim Chippen mit der Durchführung der Meldung. "Ab dem Sommer wird eine dritte Möglichkeit dazukommen", kündigt Ulrich Herzog, Bereichsleiter der Veterinärbehörde im Gesundheitsministerium: Dann sollen Hundebesitzer/innen die Registrierung auch bequem via Internet mit Hilfe eines Passwortsystems selbst vornehmen können.

Chippflicht besteht seit 2008
Schon seit 30. Juni 2008 gilt für alle Hunde in Österreich die Chippflicht. Mit Ende 2009 ist die Übergangsfrist für erwachsene Hunde ausgelaufen, die bis 31. Dezember elektronisch gekennzeichnet und gemeldet werden mussten. Der reiskorngroße Mikrochip trägt Informationen in Form einer Zahlenkombination, um jedes Tier identifizieren und seinem Halter zuordnen zu können. Er wird dem Hund mit einer Injektionsnadel international verpflichtend auf der linken Halsseite hinter dem Ohr unter die Haut implantiert. Seit der Einführung der Chippflicht ist die Durchlaufquote der Hunde in den Tierheimen erheblich erhöht, da die Tiere schneller an den Tierbesitzer rückvermittelt werden können.

Kosten:
Lt. Auskunft der Tierärztekammer Kärnten betragen die Gesamtkosten (Chip, Registrierung, Implantation,..) zwischen € 60 und € 100.