Hinweise zum Abbrennen von biogenen Materialien im Freien

Symbolfoto: Abbrennen von Wiesen
Laut §4 der Kärntner Tierartenschutzverodnung ist das Abbrennen der Bodenvegetation und der Bodendecke im gesamten Landesgebiet in der Zeit vom 15.Februar bis 15.September eines jeden Jahres verboten.

Obwohl der Winter unsere Landschaft noch fest im Griff hat, ist es aber schon Zeit an den Frühling zu denken und zukünftige Gartenaerbeiten zu planen.
Verbotenerweise werden vor allem im Frühling Wiesen und Böschungen abgebrannt, um sich da mühevolle Mähen in manchmal schwer zugänglichen Hanglagen zu ersparen.

Das Abbrennen der Vegetation ist durch eine Reihe von Gesetzen wie das Bundesluftreinhaltegesetz, die Feuerpolizeiordnung, das Bundesgesetz über ein Verbot des Verbrennens biogener Materialien, das Forstgesetz und die Tierartenschutzverordnung des Kärntner Naturschutzgesetzes unterschiedlich geregelt, in Summe aber ganzjährig verboten.

Das Abbrennen der Bodenvegetation und der Bodendecke ist im Rahmen der Tierartenschutzverordnung deshalb verboten, um ein sinnloses Töten von Kleinlebewesen zu vermeiden. Verschiedenste Käfer, Spinnen, Schnecken, überwinterte Insektenlarven, Eidechsen, Kröten und andere zum Teil noch winterstarre Tiere werden durch das Abbrennen der Bodendeccke zu hilflosen Opfern der Flammen.

Aber nicht nur die direkten Auswirkungen während des Abbrennens sind für die Tiere verheerend, sondern auch die Langzeitfolgen durch den Verlust von Lebensräumen für Säugetiere, Vögel und viele Wirbellose nachhaltig zerstört. Ackerraine, Gebüschstreifen oder andere Saumbiotope stellen wichtige Nahrungs-, Ruhe- oder auch Brutplätze unserer heimischen Tierwelt dar.

Die aufeinander abgestimmte Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren wird durch das Abbrennen dauerhaft gestört und der gesamte Naturhaushalt wird nachhaltig negativ beeinflusst. Darüber hinaus führt die Zerstörung der Bodendecke zu einer nicht gewünschten und auch nicht beeinflussbaren Auslese in Bezug auf die Zusammensetzung der nachfolgenden Tier- und Pflanzenwelt.