Kristallturm öffnet seine Pforten am 8. Mai

Kristallausstellung 2010
Ausstellung im Kristallturm Winklern
8. Mai - Oktober 2010

Die Kristallausstellung zeigt 2010 im Kern die besten Kristallstufen Kärntens in frischem und erweiterten Glanz (ein neues Stockwerk wurde adaptiert). Von der herrlichen Rauchquarzstufe des Alten Pocher, die heuer den Preis der besten Kristallstufe Österreichs gewann, bis zur größten Rauchquarzstufe der Ostalpen reichen die Höhepunkte der Ausstellung. Eine rekonstruierte Zerrkluft vermittelt die Entstehung der Kristalle.


Zum Sonderthema „Träume aus Kristall"  kommen Erweiterungen hinzu. Diese Sonderschau vermittelt einen Eindruck von der Schönheit der Objekte aus alpinem Bergkristall. Höhepunkt ist eine Prunkschale von fast 40 cm Größe, die aus einem einzigen, fast 60 kg schweren Kristallbruchstück aus dem Hocharngebiet geschliffen wurde. Chabochons aus Bergkristall und Rauchquarz mit verschiedenen Einschlüssen stammen vom Kleinen und Großen Fleißtal bei Heiligenblut. Ein Rarität sind zwei römische Bergkristallketten. Dafür verarbeitete man Bergkristalle zu linsenartigen, gelochten und geschliffenen Segmenten, die durch farbige Glasperlen einen besonderen Reiz ausstrahlen.

Zur Renaissancezeit brachten die  "Venedigermandln" den wertvollen Rohstoff Bergkristall aus den Alpen. Dabei waren auch die Fundstellen in den Hohen Tauern bedeutend. Verschiedene Fürstenhäuser versuchten zum begehrten Rohstoff Bergkristall zu gelangen um diesen in den berühmten Werkstätten der Miseronis und Saracchis in Mailand zu verarbeiten. Im einzigen bekannten Ölgemälde wird die Familie der Miseronis in der Prager Werkstätte dargestellt. Die besten Kristallarbeiten, die heute im Kunsthistorischen Museum in Wien aufbewahrt werden sind darauf zu erkennen. Im Hintergrund drehen sich große Schleifräder und verschiedene Tätigkeiten zur Kristallverarbeitung sind dargestellt.


Etwas später baute der Erzbischof zu Salzburg eine eigene "Kristallmühle" zur Herstellung von Prunkgefäßen.
Fast alles was heute am Markt als "Kristall" verkauft wird ist billiges, industriell geschliffenes Glas. Handgeschliffene Bergkristallobjekte wurden schon immer mit den Gewichtgegenwert von Gold aufgewogen!


In der Ausstellung sind auch mehrere Bergkristalle des römischen Bergkristalldepots vom römisch-keltischen Handelszentrum am Magdalensberg zu sehen, Die Römer suchten Bergkristalle in den Hohen Tauern und brachten die geschätzte Rohware nach Rom zur Weiterverarbeitung.

Der Kristallturm bietet einen würdigen Rahmen, um die einzigartigen Exponate eindrucksvoll zu präsentieren. Im Erdgeschoss des Bauwerkes befindet sind ein Nationalpark Info Point, auf dem man eine virtuelle Tour durch unsere hochalpine Region erleben kann. Im dazugehörigen Shop können echte Kristalle, Edelseine und Kristallschmuck erworben werden. Außerdem bietet man dem Besucher der Ausstellung die Möglichkeit, gegen Voranmeldung das Specksteinschnitzen zu erlernen.


Eintritt:
4€/Erwachsener, 2 €/Kind
2€ - Gruppenpreis (p. P.)
Gratis-Eintritt mit der KärntenCard

Führungen:
nach Voranmeldung

Infostelle:
8. Mai bis Okt. tägl.
von 09:00 -17:00 Uhr

Info-Hotline:
0043 (0) 4822/227-16
(ab 8. Mai bis Oktober 2010)
0043 (0) 4822/227-20